Richtiges Essverhalten fördert das Wohlbefinden
Essen und trinken sind lebensnotwendig (=essentiell) und machen aber anderseits auch Spaß. Wie und was wir essen trägt daher viel zu unserem Wohlbefinden bei. Ein schön gedeckter Tisch und eine liebevoll zubereitete Mahlzeit in einer entsprechenden Atmosphäre und angenehme Gesellschaft erhöhen Wohlbefinden und Genuß. Nach einer in Ruhe verzehrten Mahlzeit fühlt man sich seelisch und körperlich besser, als nach einem in Hetze eingenommenen Schnellimbiß.
Wir schauen mal über den Tellerrand, "was esse ich den da", geben Tipps und zeigen Ihnen anspruchsvolle Produkte, deren Zubereitung und Möglichkeiten diese zu erwerben auf.
Seafood
Fische und Meeresfrüchte gehörten schon immer zu den Lieblingsgerichten der Menschen, nicht nur an den Küsten der Meere, sondern auch im Binnenland, wo es früher viel mehr Gewässer gab als heute. Im Laufe der Zeit wandelte sich Seafood zur begehrten Delikatesse. Schon die Römer hielten sich verschiedene Fischsorten in Bassins, und in den Markthallen des alten Roms gab es Forellen und Hechte aus dem Comer See, Lachs aus dem Rhein (man höre) und sogar Süßwasserfische aus dem Nahen Orient. Auch Austern, die meist den Reichen vorbehalten blieben, wurden schon damals in künstlichen Austernbänken gezüchtet. Im Mittelalter war Fisch, zumindest die edlen Sorten nicht gerade billig. Trotzdem war er mancherorts ein Volksnahrungsmittel, das zur Fastenzeit und natürlich am Freitag gegessen wurde. Flußkrebse dagegen galten im Gegensatz zu heute als einfaches Mahl, noch im 19. Jahrhundert mußte untersagt werden, den Dienstboten öfter als einmal die Woche ein Krebsgericht vorzusetzen.
Damit Sie beim nächsten Einkauf nicht im trüben fischen, haben wir für Sie die beliebtesten Meeresfrüchte unter die Lupe genommen und zeigen Ihnen die wichtigsten Garmethoden und fachgerechte Zubereitung auf. [...mehr...]
Geflügel
Gegrillt, gebraten, gekocht oder geschmort - die Zubereitungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, immer aber leicht bekömmlich. Der französische König Henri IV. ging als guter Herrscher in die Geschichte ein, weil er seinen Untertanen für jeden Sonntag ein Huhn im Topf versprochen hatte. Das war keineswegs so selbstverständlich wie heute, wo sich an jeder Ecke die Grillhähnchen drehen. Ein zartes junges Huhn vom Spieß gehörten zu den feinsten Speisen der fürstlichen Tafeln, aber die meist betagten Legehennen wanderten in die Suppentöpfe der Bürger - man ließ sie am Rand des Herdes bei schwacher Hitze lange ziehen, so ergaben sie schließlich auch noch ein ordentliches Fleischgericht.
Heute gibt es überall und zu jeder Zeit Frischgeflügel, von Wachteln bis zur ausgewachsenen Pute, von der Taube bis zum Perlhuhn. Und alle erfreuen sich wachsender Beliebtheit, das Fleisch ist zart, mager und lässt sich auf vielerlei Arten zubereiten. Vor allem aus den Küchen Asiens kommen viele ausgefallene und aufregend exotisch gewürzte Gerichte, die auch bei uns große Anklang finden.
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Fleisch
Mal kurzgebraten, mal am Stück geschmort oder gegrillt. Ein großes Stück Fleisch über offener Glut zu braten, diese Vorliebe hält sich von der Urzeit bis heute. Trotz aller Hinwendungen zu Wurzeln und Blattgemüse, ein Stück von Rind oder Schwein ist seit altershehr eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Tiere wurden den Göttern geopfert und gemeinsam verspeist. Fleisch stand für Macht und Reichtum, der Verzehr gab Kraft und Energie. Das galt vor allem für die klimatisch benachteiligten Völker des nördlichen Europas wie dem "Walde Deutschlands" in dem sich die Schweine an Bucheckern und Eicheln mästeten, im Gegensatz zum "Garten Italien", wie es Dante auf dem Punkt brachte. Wo keine Olivenbäume wachsen, da musste eben das Fett vom Schwein zum Braten oder Backen herhalten. So zieht der Duft des Schmalzes durch alle Küchen des Mittelalters und der Bratenwender an den Fürstenhöfen war ein angesehener Mann. Braten bezeichnete ursprünglich nicht die Garmethode oder das fertige Stück, sondern kommt vom mittelhochdeutschen "brat", was schieres Fleisch ohne Knochen bedeutete und noch in "Brät" für Hackfleisch erhalten geblieben ist.
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Wild
Das Fleisch von freilebenden Tieren gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen. Allerdings kamen lange Zeit Hirsch und Reh, Wildschwein, Rebhuhn und Wildente vor allem auf die herrschaftlichen Tafeln. Im Mittelealter wurde die Jagt zu einem wichtigen Teil des höfischen Lebens und die Küchenmeister entwickelten eine enorme Kunstfertigkeit in de Zubereitung von Wild. Selbst Bieber, deren Schwänze als Delikatesse galten, landeten in der Küche.
Die hohe Jagd auf Schwarz- und Rotwild stand nur den Landesherren und Besitzern großer Güter zu. Die Bauern mussten ihre Äcker von Wildschweinen verwüsten lassen und noch als Treiber bei den großen Hetzjagden antreten. Auerhahn, Birkhühner und Wachteln waren begehrtes Federwild und den Fasan, der erst mit den Kreutzzügen in Europa eingeführt wurde, züchtete man in eigenen Fasanerien. Auch in den Klöstern, die häufig für Ihre Speisen berühmt waren, wurden fleißig Rezepte gesammelt. Sie trugen damit nicht unerheblich zur Weiterentwicklung der Wildküche bei. [...mehr...]
Kochtipps
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